Wie der Buchstabe "v" in Wilhelmshaven kam

Wie der Buchstabe "v" in Wilhelmshaven kam

Wie kommt es, dass der Buchstabe "v" im Namen Wilhelmshaven vorkommt? Die Verwendung dieses Buchstabens hat ihre Wurzeln in der Sprache. Wenn wir uns das englische Wort "Haven" anschauen, sehen wir, dass Englisch viele Gemeinsamkeiten mit Plattdeutsch oder Niederdeutsch teilt. Aus diesen Sprachen stammt das Wort "Havene", das "Hafen" bedeutet. Zu der Zeit, als die drei "V-Städte" – Bremerhaven, Wilhelmshaven und Cuxhaven – gegründet wurden, war Plattdeutsch oder Niederdeutsch Amtssprache. Daher erhielten diese Städte das "v" in ihren Namen.

Der Name Wilhelmshaven taucht erstmals in der Urkunde auf, die bei der Grundsteinlegung für die Elisabethkirche (heute Christus- und Garnisonkirche) am 17.6.1869 in den Grundstein eingemauert wurde. Der Entwurf dieser Urkunde stammt von Heinrich Goeker, dem Hafenbaudirektor. Er schrieb den Namen gemäß niederdeutscher Tradition mit "v" anstelle von "f", wie es bei anderen Städtenamen im Binnenland üblich ist, z.B. Friedrichshafen oder Ludwigshafen.

In Berlin wurde aus dem "v" ein "f" gemacht. Als Goeker den Fehler am Gründungstag bemerkte, wandte er sich an den preußischen Kriegsminister Albrecht von Roon, der daraufhin den König Wilhelm I. informierte. Der König befahl, das "v" wieder einzusetzen, und kommentierte: "Ich habe es ja auch gleich so ausgesprochen, lieber Roon."


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